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Philadelphia

Philadelphia, im US-Bundesstaat Pennsylvania gelegen, ist eine der angenehmsten Großstädte an der Ostküste. Die Stadt ist weitaus weniger hektisch als New York. Für die Amerikaner sind die ehemalige Hauptstadt und vor allem der Independence Park mit der Freiheitsglocke, der Liberty Bell, welche eines der amerikanischen Staatssymbole darstellt, etwas ganz besonderes. Sehenswert ist inzwischen auch wieder Germantown, der von den deutschen Einwanderern gegründete Stadtteil. Philadelphia ist auch eine Stadt der Kunst und der Museen. 

Philadelphia ist mit 1,5 Millionen Einwohnern (vergleichbar mit Hamburg) die fünftgrößte Stadt der USA. Der griechische Name („brüderliche Liebe“) beschreibt die Vorstellungen des Staats- und Stadtgründers Penn von einem idealen Staatsgebilde. Unter Penns Einfluss begann 1683 auch die Ansiedlung deutscher Siedler in Germantown, das heute einen Stadtteil von Philadelphia bildet.

Das Jahr beginnt in Philadelphia karnevalsmäßig mit einem riesigen Umzug mit prächtigen Wagen und buntkostümierten Teilnehmern – und natürlich jeder Menge Musik. Seit 1900 ziehen bei der „Philadelphia Mummers New Year’s Day Parade” rund 10.000 Menschen in pailletten- und federgeschmückten Kostümen durch die Straßen.

Die Innenstadt, die hier „Center City” genannt wird, kann man gut zu Fuß erkunden. Die meisten Attraktionen liegen in einem Umkreis von rund 8 km zwischen den Flüssen Schuylkill im Westen und Delaware im Osten. Das gitterförmige Straßennetz erleichtert zudem auch Ortsfremden die Orientierung. Die Straßen in Nord–Süd-Richtung sind von Ost nach West durchnumeriert, die Querstraßen zwischen den Flüssen tragen meist die Namen von Bäumen. In kompakter Form findet man amerikanische Geschichte im historischen Viertel (Historic/ Waterfront District) und dort insbesondere im Independence National Historical Park mit der Unabhängigkeitshalle (Independence Hall). Gleich gegenüber liegt das 2003 eröffnete Liberty Bell Center, wo man die berühmte Freiheitsglocke (Liberty Bell) aus dem Jahre 1752 rund um die Uhr besichtigen kann.

Unter der Bezeichnung Lights of Liberty Show kann man in diesem Park von April bis Oktober, jeweils nach Einbruch der Dunkelheit, die Geschichte auch als Hightech-Show mit modernsten Sound- und Lichteffekten erleben. Riesige Projektionen auf historischen Gebäuden sowie Texte und Geräusche über Funkkopfhörer lassen bei Besuchern die Geschichte zu einer fast greifbaren Wirklichkeit werden – an jenen Orten, an denen sie sich tatsächlich zutrug.

Für Sightseeing-Touren stehen eine Reihe origineller Verkehrsmittel zur Verfügung. Die Philadelphia Trolley Works verfügen über eine ganze Flotte unterschiedlicher Fahrzeuge, von Minibussen über nachgebaute Trolleybusse im viktorianischen Stil bis hin zu Pferdekutschen. Das Unternehmen bietet nicht nur Stadtrundfahrten, sondern auch Ausflüge in die Umgebung von Philadelphia sowie Stadtführungen zu Fuß – alles unter der Leitung ausgebildeter Fremdenführer. Statt einer geführten Tour kann man sich aber auch ein Tagesticket für „Phlash” besorgen, einen Bus, der zwischen Penn’s Landing und dem Philadelphia Museum of Art an 19 Haltestellen anhält, von denen man leicht die Hotels der Innenstadt und die bekannten Attraktionen erreicht. Eine ähnliche Tour, aber in einem echten Londoner Doppeldeckerbus, bietet The Big Bus Company. Eine besonders originelle Art der Stadtrundfahrt in Philadelphia bieten die Amphibienfahrzeuge „Philly Ducks”: Ein Teil der 80minütigen Tour findet auf dem Lande statt und ein anderer als Flusskreuzfahrt auf dem Delaware.